Qualitätssicherung in der Fahrwerksentwicklung bei BMW

Der bayerische Automobilhersteller BMW steht für Fahrspaß und Innovationskraft im Premiumsegment. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, legt BMW schon bei der Fahrwerksentwicklung großen Wert auf eine umfassende Qualitätssicherung. Diese beginnt bereits bei der Prüfung einzelner Fahrwerkskomponenten, wie zum Beispiel Schraubendruckfedern. Hier sind unter anderem Parameter wie Federkennlinien, der Verlauf der Kraftresultierenden und die Durchstoßpunkte relevant.
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Bei der Umsetzung der Prüfungsanforderungen setzen die Bayerischen Motorenwerke auf eine Prüfmaschine von Zwick mit Sitz in Ulm – die AllroundLine 20 kN: Eine viersäulige Standprüfmaschine, die durch hartverchromte Führungssäulen und Präzisionskugelgewindetrieb mit spielfrei eingestellten Spindelmuttern eine hohe Genauigkeit gewährleistet. Darüber hinaus bietet die AllroundLine einen variablen Einbau der Traversen, so dass optional ein zweiter Prüfraum zur Verfügung steht.

In die Prüfmaschine wurde für ihren Einsatz bei BMW eine zusätzliche obere Festtraverse integriert. Auf der unteren Festtraverse der Prüfmaschine ist eine 6-Kanal-Messplattform mit mechanischer Überlastsicherung montiert. Um die oberen Durchstoßpunkte präzise zu ermitteln, ist die Fahrtraverse mit einer 3-Kanal-Messplattform ausgestattet. Zur Steuerung der Mess- und Regelvorgänge wurde die Zwick-eigene Entwicklung testControl eingesetzt. Mit ihr lassen sich Messwerte aller Messkanäle zeitsynchron mit hoher Auflösung und Messfrequenz erfassen und in Echtzeit verarbeiten. Die gewonnenen Messwerte geben Aufschluss über qualitätsbestimmende Eigenschaften wie Federkennwerte, der Durchstoßpunkte der Kraftresultierenden sowie der auftretenden Querkräfte der Schrauben-Druckfeder und leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung.


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