Prüfung von chirurgischen Instrumenten

Chirurgische Instrumente lassen sich in aufhaltende, fassende, klemmende und schneidende Instrumente sowie in Nahtgeräte, Optiken und auch kombinierte Instrumente unterscheiden. Die Bandbreite der verwendeten Materialien reicht dabei von Chromstählen, Buntmetalllegierungen, Titan, Leichtmetallen und Stählen bis hin zu Gläsern für Optiken, Keramiken, Kunststoffen und Klebern.

Zur Prüfung von Bauteilen und Fertigprodukten, wie zum Beispiel deren Schneideverhalten oder die Verschleißbeständigkeit, bieten wir durch das Baukastenprinzip unserer Produktreihe eine Vielzahl von möglichen Prüfaufbauten an. Zusammen mit unseren Kunden werden die entsprechenden Probenhalter bzw. Zubehörteile aus unserem bestehenden Sortiment ausgewählt und gegebenenfalls bei besonderen Anforderungen kundenspezifisch angepasst.
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Zwick bietet Prüflösungen für 

  • Skalpelle, Messer, Scheren, Sägen
  • Klemmen, Haken, Klammern
  • Spatel, Löffel
  • Bohrer
  • Chirurgische Nadeln, Tacker
  • Spekulum, Spiegel
  • Lupen, Mikroskope
  • Endoskope
  • Stethoskope
Knochenbohrer2

Eindringversuch eines Knochenbohrers

Der automatisierte Bohrvorgang ermöglicht Aussagen zum Schneidverhalten und der Verschleißbeständigkeit von Bohrern

Für heutige Knochenbohrer gelten hohe Anforderungen bezüglich Schneidverhalten, benötigte Anpresskraft, Chemikalienbeständigkeit und Schonung des Knochens vor Erhitzung.

Mit dieser Prüfvorrichtung werden die Anpress- und Eindringkraft sowie das benötigte Drehmoment eines Knochenbohrers bestimmt. Entsprechend dem Einsatzbereich und der vorhandenen Knochenqualität, werden zum Beispiel Dentalbohrer, Kortikalbohrer oder Kieferchirurgiebohrer mit einer bestimmten Vorschubkraft und Drehmoment in das relevante Material, wie Dentin, Knochen oder deren Ersatzstoffe eingedreht.

Dies ermöglicht die Bewertung der Geometrie chirurgischer Bohrer durch eine überlagerte Messung des Drehmoments und der Druckkraft. Das Bohrverhalten eines eigenangetriebenen Bohrers kann auch ohne Torsionsantrieb mit Hilfe der Kraft- oder Wegregelung der Prüfmaschine untersucht werden.

Weiterhin können mit dem umfangreichen Prüfmaschinenkonzept von Zwick auch die Biegeermüdungsbeständigkeit durch eine 3-Punkt-Biegevorrichtung sowie die Härte des Grundmaterials überprüft werden.
Knochenbohrer1
Saegeblatt

Druckversuch an Sagittalsägeblatt

Die kraft- oder weggeregelte Prüfung an Sägeblättern ermöglicht die Verbesserung der Schneidleistung. 

Schnittpräzision und Biegfestigkeit von Sagittalsäge-blätter beeinflussen das OP-Ergebnis maßgeblich. Zur funktionalen Prüfung des Sägeblatts wurde die Handhabung durch den Operateur simuliert. In der Prüfmaschine wird die gesamte Sagittalsäge mit Sägeblatt eingespannt. Die Säge wird in Betrieb genommen, und das Sägeblatt wird gegen das Knochenersatzmaterial gefahren.

Bei der Prüfung werden aufzubringende Andruckkraft sowie Schnitttiefe gemessen, um Toleranzwerte für die korrekte Benutzung angeben zu können.

Berechnete Kennwerte, wie Steifigkeit geben Auskunft, ab welchen Krafteinflüssen, das Sägeblatt durchbiegt oder beschädigt wird.

Für eine weitere Überprüfung der Biegefestigkeit des Sägeblatts kann eine 3-Punkt-Biegevorrichtung aus dem Zwick Zubehörsortiment schnell und unkompliziert eingebaut werden. Mit diesen Prüfungen werden die Schneidecharakteristik und -präzision von verschiedenen Sägezahngeometrien überprüft.
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