Fließprüfgerät Mflow

Mit dem Mflow Fließprüfgerät kann in der Grundausführung die Schmelze-Massefließrate (MFR) bestimmt werden.

Es ist modular aufgebaut und der Einsatz des Kolbenwegaufnehmers erweitert die Prüfgeräte für die Bestimmung der Schmelze-Volumenfließrate (MVR), sowie für die automatische, kennfeldabhängige Parametrierung. Diese Fließprüfgeräte werden typischerweise in der Qualitätssicherung und in der Wareneingangskontolle eingesetzt.
Mflow

Die wesentlichen Vorteile und Merkmale

Sichere Prüfergebnisse

Ein Präzisions-Kolbenwegaufnehmer sorgt bei der MVR Bestimmung für die genaue Messung des Kolbenwegs. Der Antastpunkt liegt sehr nahe am Prüfkolben. Dadurch werden mögliche Winkelfehler von vornherein minimiert. Die Genauigkeit der Fließratenbestimmung hängt bei Verfahren B von der Synchronisierung der Zeit-Weg-Messwertpaare und von der Genauigkeit der Zeitbestimmung ab. Da beide Messgrößen, Zeit und Weg, von vornherein in digitaler Form vorliegen, entfällt eine Analog-Digital-Wandlung. Damit entfallen auch Synchronisierungsfehler. Eine quarzgenaue Zeitmessung ermöglicht auch die Messung von Materialien mit hoher Fließrate.

Anwendungsbeschreibung

Bei steigendem Prüfaufkommen steigt auch das Bedürfnis nach einem höheren Automatisierungsgrad (im Vergleich zum Cflow). Das Mflow ist ein modular erweiterbares Gerät, mit dem Sie die Schmelze-Masse- und Schmelze-Volumenfließrate bestimmen können.

  • Das Fließprüfgerät Mflow ist in seiner Basisversion ausgelegt für MFR-Prüfungen nach Methode A und ist ausbaubar für MVR-Prüfungen nach Methode B. Prüfungen nach folgenden Normen sind möglich:
  • Methoden A und B nach ISO 1133
  • Methoden A,B und C nach ASTM D 1238
  • ASTM D 3364
  • JIS K 7210

Optional können Sie das Mflow zum Beispiel mit der pneumatischen Gewichtsanhebung mit und ohne Reinigungsfunktion oder der Gewichtsabsteckung erweitern.

Das Mflow kann sowohl Stand Alone über ein modernes Touch Display, als auch mit der ZwickRoell Prüfsoftware am PC betrieben werden.

Reinigung

Vereinfachte Reinigung und schneller Restmaterialausdruck

An der Unterseite des Prüfkanals befindet sich die Düsen-Schnellverriegelung. Nach Ziehen der Verriegelung gibt sie die Düse nach unten hin frei. So kann die Düse leicht entnommen werden. Ebenso leicht lässt sich nach der Prüfung die Düse samt Restmaterial schneller ausdrücken. Die Reinigung ist vereinfacht, da nun der Kanal durchgängig zugänglich ist. Die Option „Pneumatische Gewichtsanhebung mit Reinigungsfunktion“ ermöglicht zudem die ergonomische und einfache Reinigung des Prüfkanals auf Knopfdruck.

Touchscreen_+FO

Bedienphilosophie

Dank der neuen, einheitlichen Bedienphilosophie kann der Bediener einfach zwischen Gerät und PC wechseln und findet sich immer zurecht.

Alle prüfungs-relevanten Einstellungen sind logisch gruppiert und von übergeordneten Systemeinstellungen getrennt. Der Bediener wird Schritt für Schritt durch die Prüfungskonfiguration geführt. Die gespeicherte Prüfungskonfiguration kann einfach exportiert und auf weitere Geräte übertragen werden.

Mit der integrierten Benutzerverwaltung kann die Eingabemöglichkeit des Bedieners bis auf ein Minimum reduziert werden. Der Anwender sieht nur das, was für ihn wichtig ist und kann sich von Anfang an auf seine Aufgaben konzentrieren.

Stand Alone und in der ZwickRoell Prüfsoftware wird der MVR grafisch live dargestelllt. Somit kann sowohl der Aufschmelzvorgang als auch das Verhalten während der Messung genau verfolgt werden.

Platzersparnis beim Prüfen mit mehreren Geräten

Beim Mehrgeräte-Betrieb können mit der Prüfsoftware testXpert III über einen PC bis zu 6 Aflow bzw. Mflow Fließprüfgeräte konfiguriert und gesteuert werden. Die zentrale Bedienung und Ergebnisspeicherung von einem Arbeitsplatz ist rationell und gestattet einen schnellen Überblick über alle laufenden Prüfungen. Für eine übersichtliche Bedienung empfehlen wir den Betrieb mit zwei Bildschirmen. 

Die Vorteile eines mit der Prüfsoftware testXpert III bedienbaren Fließprüfgerätes sind unter anderem: 

  • Automatische Blasenerkennung, die schon während der Prüfung die Lufteinschlüsse in der Kunststoff-Schmelze erkennt und somit Messfehler durch Lufteinschlüsse verhindert. 
  • Live-Darstellung der Schmelze-Volumenfließrate, die den Aufschmelzvorgang sowie das Verhalten während der Messung verfolgt und zeigt schon ab Prüfbeginn die Prüfkolbengeschwindigkeit grafisch oder numerisch in cm³ pro 10 min oder bei Vorgabe der Schmelzedichte in g pro 10 min an.

Mflow Fließprüfgerät mit Gewichtsabsteckvorrichtung

Mit der Mflow Option Gewichtsabsteckvorrichtung werden die Vorzüge der pneumatischen Gewichtsanhebung und der Komfort des einfachen und sicheren Wechseln eines Prüfgewichts verbunden. Somit ist eine sichere Aufbewahrung der Gewichte und ein ergonomischer Prüfablauf gewährleistet.

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Fließprüfgerät Mflow in allen Varianten

Das modular aufgebaute Fließprüfgerät Mflow zur Bestimmung der Schmelze Massefließrate (MFR) und Schmelze Volumenfließrate (MVR).

Weitere Informationen zur Gewichtsabsteckvorrichtung

Pneumatische Gewichtsanhebung

  • Je nach verwendetem Kunststoff kann das Fließprüfgerät Mflow mit Prüfgewichten bestückt werden.
  • Zur Arbeitserleichterung können die Gewichte durch eine pneumatische Anhebung ohne Muskelkraft gehoben und gesenkt werden.
  • Durch die Gewichtsanhebung kann nach Erreichen der Vorheizposition das Prüfgewicht automatisch abgehoben werden.
  • Somit wird ein vorzeitiges Ausfließen des Kunststoffgranulats in der Vorheizzeit minimiert.
  • Werden beim Mflow Prüfgewichte mit Prüflasten zum Beispiel von 2,16 kg, 5 kg, 10 kg, und 21,6 kg benutzt, empfehlen wir den Einsatz der pneumatischen Gewichtsanhebung oder der Gewichtsabsteckvorrichtung.

Gewichtsabsteckvorrichtung

  • Die Gewichtsabsteckvorrichtung beinhaltet die Pneumatische Gewichtsanhebung und die unten aufgeführten Prüfgewichte.
  • Bei häufig wechselnden Prüfgewichten empfehlen wir den Einsatz der Gewichtsabsteckvorrichtung.
  • Mit der Vorrichtung zum Halten des Prüfkolbens in Vorheizposition wird der Prüfkolben während der Vorheizphase in einer frei definierbaren Position gehalten.

Technischer Überblick

Das Fließprüfgerät Mflow ist in seiner Basisversion ausgelegt für MFR-Prüfungen nach Methode A und ist ausbaubar für MVR-Prüfungen nach Methode B. Prüfungen nach folgenden Normen sind möglich: Methoden A und B nach ISO 1133, ASTM D 1238, ASTM D 3364, JIS K 7210.

Technische Daten des Fließprüfgerätes Mflow

Grundgeräte

Typ

Fließprüfgerät Mflow (230 V)

Fließprüfgerät Mflow (110 V)

Artikel-Nr.

1043951

1043953

Prüflast

0,325 ... 21,6

0,325 ... 21,6

kg

Druckluft, geölt, trocken (Option für pneumatische Gewichtsanhebung)

6 ... 10

6 ... 10

bar

Maße:

Höhe

510

510

mm

Breite

360

360

mm

Tiefe

395

395

mm

Gewicht, ca.

43

43

kg

Prüftemperatur

+50 ... +450

+50 ... +450

°C

Anzeige

Kapazitives Touchdisplay

Kapazitives Touchdisplay

Auflösung der Temperaturanzeige

< 0,1

< 0,1

K

Anzahl der speicherbaren Parametersätze

>100

35

Schnittstellen

  • Ethernet-Schnittstelle zum Anschluss eines PCs
  • 2 x USB-Schnittstelle zum Anschluss eines Drucker oder USB-Stick
  • RS232-Schnittstelle für Rohdatenexport, Datenausgabe: Werknummer, Probennummer, Anzahl der Abschnitte, Dichte (Benutzervorgabe), Dichte bei Prüftemperatur, Gesamtgewicht der Abschnitte, MFR-Mittelwert, MVR-Mittelwert, MFR- und MVR-Einzelwerte
  • RS232-Schnittstelle zum Anschluss einer Analysenwaage (aus dem ZwickRoell-Lieferprogramm)

Temperaturgenauigkeit im Bereich 0 ... 75 mm über der Düse im Temperaturbereich 50 °C ... 450 °C

< 0,3[1]

< 0,3[1]

K

Zeitmessung:

Fehlergrenze (Methode A)

± 0,02 (mit automatischer Abschneidevorrichtung)

± 0,02 (mit automatischer Abschneidevorrichtung)

s

Fehlergrenze (Methode B)

± 0,01

± 0,01

s

Wegmessung:

Fehlergrenze (Methode B)

±0,02 mm (ISO 1133) / ±0,4 % von 6,25 mm (ASTM D 1238)

±0,02 mm (ISO 1133) / ± 0,4 % von 6,25 mm (ASTM D 1238)

Auflösung

< 0,005

< 0,005

mm

Mehrgerätebetrieb an einem PC:

verfügbarer Arbeitsspeicher, min.

1,54

1,54

GB

Taktfrequenz

3

3

GHz

anschließbare Mflow-Fließprüfgeräte je PC

6

6

im Lieferumfang:

  • Ethernet-Kabel
  • Prüfgewichte für die Laststufen 325 g und 2,16 kg
  • Einfülltrichter
  • Reinigungszubehör (Reinigungskolben, Reinigungsbürste, Reinigungspads (500 Stück)) für Kanal
  • Testgranulat und Einfüllschütte für Granulat

Anschlusswerte des Netzeingangs

Netzanschluss

220 ... 240 V, 1L/PE/N

100 ... 127 V, 1L/PE/N

Leistungsaufnahme (Volllast), ca.

0,6

0,6

kVA

Netzfrequenz

50/60

50/60

Hz

  1. räumlich und zeitlich, entspricht der ISO 1133-2

Passendes Zubehör

Prüfgewichte

Prüfgewichte

Je nach verwendetem Kunststoff können das Cflow und Mflow mit folgenden Gewichten bestückt werden. Diese können nicht zur pneumatische Gewichtsanhebung mit Absteckung verwendet werden.

Prüflast
[kg]

Hierzu erforderlich:

Artikel-Nr.

5

-

001380

5/10

-

001381

5/10/15/21,6

-

001443

1

-

001385

1,05

-

001386

1,2

-

001387

3,8

-

001459

12,5

Gewichte mit Prüflasten 5/10 kg (Artikel-Nr. 001381)

001389

(ASTM D 3364) 20

Gewichte mit Prüflast 5/10/15/21,6 kg (Artikel-Nr. 001443)

008077

Prüfkanäle

Prüfkanäle (1 x erforderlich)

Entsprechend der zu prüfenden Materialien muss ein Prüfkanal ausgewählt werden. Verschiedene fluorhaltige Kunststoffe wie z. B. PTFE und PFA setzen Flusssäure frei, die das Material des Prüfkanals angreift. Für diese Kunststoffe werden Prüfkanäle aus einer speziellen Stahllegierung eingesetzt. Für gefüllte Kunststoffe eignen sich diese Prüfkanäle nur bedingt. Hier empfiehlt sich die verschleißfeste Variante.

Prüfgut

Innendurchmesser
[mm]

Bohrung

Eigenschaften

Artikel-Nr.

Kunststoff, fluorfrei

9,55

feingehont

verschleißfest

087025

Kunststoff, fluorhaltig

9,55

feingehont

säureresistent

087028

Abschneidevorrichtung

Extrudat-Abschneidevorrichtungen und Düsenverschluss

Die manuelle Abschneidevorrichtung wird für Abscheideintervalle größer als eine Minute empfohlen. Bei kurzen Abschneideintervallen empfiehlt sich die automatische Abschneidevorrichtung, um zeitlich präzise Abschnitte zu erhalten. Der Düsenverschluss verhindert das vorzeitige Ausfließen des Materials beim Prüfen von Kunststoffen mit hohen Fließraten (>  10 cm3/10 min bei Belastung 0,375 kg). Bei Verwendung des Düsenverschlusses ist eine Abschneidevorrichtung erforderlich, um den Düsenverschluss automatisch bei Prüfbeginn auszuwerfen. 
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