Ausrichteinheiten

Die exakte axiale Ausrichtung der Prüfachse des Prüfsystems ist eine Grundvoraussetzung zur Ermittlung exakter Kennwerte.

Insbesondere bei spröden Werkstoffen wie Faserverbundwerkstoffen und verschiedenen Metallen muss die Ausrichtung mit großer Sorgfalt erfolgen.

Ausrichteinheit zur Alignment-Messung

Die wesentlichen Vorteile und Merkmale

  • Erhebliche Verringerung des Justageaufwands.
  • Komfortable Justage auch unter Zug- oder Druckbelastung.
  • Hinreichend großer Stellbereich.
  • Winkel- und Versatzfehler sind unabhängig voneinander einstellbar.
  • Feste Verspannung der Ausrichteinheit, so dass das Justageergebnis langfristig erhalten bleibt.
  • Adaptierbar an Kopf-, Fahr- und Sockeltraversen.
  • Bei der Kraftstufe 250 kN ist eine Variante mit Flanschschnittstelle erhältlich. Dadurch ist ein kürzerer Prüfaufbau und eine noch höhere Steifigkeit möglich.

Exakte Alignment-Messung

Funktionsbeschreibung

Die Ausrichteinheit dient zum exakten Ausgleich von Winkeln- und Versatzfehlern im Prüfaufbau. Sie ist ein Justageelement, das zwischen der Traverse des Prüfsystems und dem Probenhalter bzw. Prüfwerkzeug eingebaut wird. Über Einstellschrauben wird zunächst der Winkelfehler und danach der Achsenversatz justiert. Jeder Fehler kann auf diese Weise einzeln und über die Anordnung justiert werden. Die Anordnung der Schrauben zum Einstellen in X- und Y-Richtung erlaubt die Korrektur der Fehler in ihrer jeweiligen Wirkrichtung.

Alignment-Messung

  • Die genauen Vorgaben der maximal zulässigen Querbelastungen sind in den jeweiligen Anwendungsnormen festgelegt.
  • Zum Nachweis der Maschinengenauigkeit muss die Justage im belasteten Zustand über optional erhältliche DMS-applizierte Mess-Normale, Messverstärker und Prüfsoftware testXpert III erfolgen. Die Berechnungsroutinen entsprechen der ASTM E 1012.
  • Die rein mechanische Justage im unbelasteten Zustand kann über die Anschlussbolzen bzw. über eine im Probenhalter geklemmte, geteilte Probe erfolgen.

Montage der Ausrichteinheit

  • Ausrichteinheit in Flanschverbindung montiert zwischen Kraftaufnehmerund Probenhalter (Bild links).
  • Ausrichteinheit mit Bolzenverbindung direkt auf die Traverse montiert (Bild rechts).
Ausrichteinheit zur Alignment-Messung
Ausrichteinheit zur Alignment-Messung

Technischer Überblick

Artikel-Nr.

058005

058006

068902

Ausführung

50 kN Bolzen

250 kN Bolzen

250 kN Flansch

In Verbindung mit

AllroundLine und symmetrische Probenhalter

AllroundLine und symmetrische Probenhalter

AllroundLine und symmetrische Probenhalter

Prüfkraft, max. (Fmax)

50

250

250

kN

Anschluss

Bolzen Ø36

Bolzen Ø60

Flanschverbindung

mm

Belastungsarten (symmetrische Krafteinleitung)

Zug/Druck/Wechsellast (statisch)

Zug/Druck/Wechsellast (statisch)

Zug/Druck/Wechsellast (statisch)

zulässiges Biegemoment auf den Anschlussbolzen/-flansch, max.

1

7,5

30

kNm

Traversenschnittstelle

Zentrierung D70, 8 x M8 auf Tk 115

Zentrierung D70, 8 x M16 auf Tk 220

Zentrierung D70, 8 x M16 auf Tk 220[1], 8 x M16 auf Tk 264

Probenhalterschnittstelle

Bolzen D 36g6

Bolzen D 60g6

Zentrierung D70, 8 x M16 auf Tk 220

Versatzkorrektur (X/Y)

± 3

±3

±3

mm

Erreichbare Genauigkeit bei Versatzkorrektur

± 0,01

±0,01

±0,01

Winkelkorrektur

± 1

±0,7

±0,35

°

Erreichbare Genauigkeit bei Winkelkorrektur

± 0,006

±0,004

±0,002

°

Abmessungen:

Gesamthöhe

152

211

145

mm

Bauraumhöhe

111

138

142

mm

Durchmesser

180

250

290

mm

Gewicht, ca.

14

34

49

kg

Umgebungstemperatur

+10 ... +35

+10 ... +35

+10 ... +35

°C

  1. mit Zwischenflansch (Wahleinheit in BPos)
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