R-Tech Materials investiert in Composites Prüfmaschine von ZwickRoell

Der Boeing-Dreamliner besteht aus über 50 Prozent faserverstärkten Verbundwerkstoffen und das Interesse an Composites steigt kontinuierlich, auch in Branchen außerhalb der Luft- und Raumfahrttechnik. Durch dieses Wachstum nimmt auch der Prüfbedarf stetig zu. Um diesem Anstieg und den Anforderungen zukünftig gerecht zu werden, hat sich das britische Prüflabor
R-Tech Materials für eine Composites-Prüfmaschine von ZwickRoell entschieden.

Die mechanischen Eigenschaften von Faserverbundwerkstoffen werden für jede Beanspruchungsart mit speziell dafür entwickelten Prüfmethoden charakterisiert. Je nach Faseraufbau kommen Zug-, Druck-, Biege- und Scherprüfungen in unterschiedlichen Ausprägungen zum Einsatz. Gemessen werden die Eigenschaften der Matrix, der Faser, des Gewebes, der Faser-Matrix Anbindung, des unidirektionalen Laminats, des multidirektionalen Laminats und natürlich auch des Bauelements und der Baugruppe. ZwickRoell bietet für diesen Zweck ein modulares Prüfmaschinenkonzept bis 250 kN an, für dieses hat sich auch R-Tech Materials entschieden.


RTech composites

Neben der internationalen Normung (ISO) sind diese Prüfungen in verschiedenen nationalen oder regionalen Normen (ASTM, EN, DIN), wie auch in firmeneigenen Regelwerken (Airbus AITM, Boeing BSS) beschrieben. Dadurch ergibt sich ein Prüfumfeld von mehr als 170 Normen, das rund 20 generische Prüfmethoden beschreibt. Die Prüfmaschinen von ZwickRoell verfügen über ein modulares Anschlusssystem, das sehr kurze Umbauzeiten für die unterschiedlichen Werkzeuge und Sensoren ermöglicht. So kann auch eine 250 kN Prüfmaschine mit Leichtigkeit auf verschiedene Prüfarten umgebaut werden und Prüfungen nach 21 Versuchsarten und rund 115 Normen können durchgeführt werden.

Hierzu zählen neben den üblichen Zugversuchen auch FHT, OHT, End-loading Druckversuche, FHC, OHC, Scherung durch Überlappung, Iosipescu Scherversuche, V-Kerb Scherversuche, In-Plane Scherversuche (IPS), Kurzbiegeversuche (SBS, ILSS), Drei- und Vierpunkt Biegeversuche und bruchmechanische Untersuchungen. Dank einer optionalen Temperierkammer können Prüfungen in einem Temperaturbereich von -80 °C bis +250 °C durchgeführt werden.

"Wir sind begeistert von unserer neuen Prüfmaschine, die nicht nur unsere Prüfmöglichkeiten verbessert, sondern auch unsere Kapazität erhöht hat. Unsere Investitionen in hochmoderne Anlagen und die Entwicklung unseres Teams aus hochqualifizierten Ingenieuren, Materialwissenschaftlern und Chemikern haben dazu beigetragen, dass wir unseren Ruf als eines der am schnellsten wachsenden Composites-Prüflabore Großbritanniens festigen konnten ", so Dr. Geraint Harvard, Composites Manager bei R-TECH.

Neben den mechanischen und elektrischen Komponenten spielt im Composites-Bereich auch die Prüfsoftware eine entscheidende Rolle. Mit testXpert III stehen für alle oben aufgeführten Normenprüfungen bereits fertig vorkonfigurierte und in der Branche erprobte Standard-Prüfvorschriften zur Verfügung. Das erleichtert den Einstieg und ein normkonformer Prüfablauf ist sichergestellt. Weiterhin sind bereits alle geforderten Ergebnis-Algorithmen vollständig integriert. Weitere kundenspezifische Anforderungen wie z.B. DMS-Anbindung, Alignment-Ausrichtung, oder die visuelle Überwachung des Probenverhaltens während der Prüfung, können individuell genutzt werden. Der Workflow orientiert sich konsequent an den Arbeitsprozessen im Labor und führt den Bediener von der Vorbereitung über die Durchführung der Prüfung bis hin zur Ergebnisanalyse.


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Customer Case

Customer Case R-Tech Materials

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