Prüfung von Rädern, Felgen und Reifen

Felgenpruefung

Prüfung von Rädern

Räder im Automobilbereich bestehen aus Stahl-, Leichtmetall oder Composite-Werkstoffen und dem zugehörigen Reifen. Der Reifen ist ein komplexer Verbundkörper aus Materialien unterschiedlichster physikalischer Eigenschaften. Als Bindeglied zwischen Fahrbahn und Fahrzeug überträgt er alle Kräfte und Momente. ZwickRoell-Prüfsysteme werden zur Ermittlung der quasi-statischen und dynamischen Eigenschaften von Rädern und Reifen eingesetzt. Dies reicht von Standardversuchen an Gummi, Textilien und Drähten bis hin zu Prüfungen am Gesamtsystem Rad/Reifen.

Prüfung von Reifen und Rädern

Die Ermittlung der Steifigkeit von Automobilreifen erfolgt durch die Messung der Kraftverhältnisse unter vertikaler und horizontaler Belastung sowie einem variablen Reifenluftdruck. Dazu wird eine Z050 Material-Prüfmaschine mit einer horizontalen Lineareinheit und einer Mehrkomponenten-Kraft-Mess-Plattform auf der unteren Festtraverse kombiniert. Mit der entsprechenden testXpert®-Prüfvorschrift werden die gewünschten Prüfungen unter vertikaler und horizontaler Belastung mit unterschiedlichem Reifendruck durchgeführt und ausgewertet.

Prüfung von Reifenkomponenten

In diesem Bereich werden bei Raum- und bei typischen Umgebungstemperaturen von -70 bis +250 °C u. a. folgende Versuche durchgeführt:

  • Zug- und Weiterreißversuch an Elastomeren mit verschiedenen Probenformen
  • Härte-, Rückprall- und Abriebversuche an Elastomeren
  • Ausreißversuch von Stahl- und Textilkorden aus Elastomerlagen
  • Zugversuche an Stahl- und Textilkorden Automatisierte Probenzuführung aufgrund der großen Probenmenge bei der Entwicklung neuer Compounds
  • Ermittlung viskoelastischer Eigenschaften
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Prüfung von axialen Verformungen des Felgenhorns 

Zur Ermittlung der Steifigkeitseigenschaften werden am Felgenhorn Druckversuche mit einem speziellen Druckdorn durchgeführt. Eingesetzt wird hierzu eine Stand-Prüfmaschine mit einer nach vorne auskragenden, höheneinstellbaren T-Nuten-Traverse. Die Felgen können dadurch in ergonomisch günstiger Höhe in den Prüfraum eingebracht und fixiert werden. Der Kraftaufnehmer gewährleistet die exakte Messung der Axialkraft, auch wenn aufgrund der geometrischen Form der Felge Seitenkräfte auftreten. Durch seine spezielle Bauweise und Anordnung kann der Kraftaufnehmer für Messungen im oberen und unteren Prüfraum der Maschine eingesetzt werden.
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Härteprüfung an Felgen

Zur Produktionskontrolle, aber auch zur Sicherstellung von Festigkeitskennwerten, werden bei Stahl- und Alufelgen vor allem Härteprüfungen nach der Brinell-Methode HBW2,5 bzw. Rockwell-Prüfungen z. B. HRB durchgeführt. Zudem können Belastungen bis 250 kg mit geregelter Closed-Loop Technologie für alle klassischen Härteprüfverfahren (Brinell, Rockwell, Vickers, Knoop und Kugeldruckhärte) für Metall- und Kunststoffanwendungen durchgeführt werden. Selbst große Komponenten können problemlos in den Prüfraum von 250 x 300 mm (T x H) eingebracht werden.
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