Keil-Probenhalter bestehen aus einem massiven Grundkörper mit auswechselbaren Backeneinsätzen oder Festbacken, sowie einer Bedieneinheit zum Öffnen und Schließen des Probenhalters.
Keil-Probenhalter mit diesem Funktionsprinzip sind selbstspannende Probenhalter. Über die Hebelbetätigung und eine Feder wird beim Einspannen eine Vorspannkraft auf die Probe aufgebracht. Aber die Hauptspannkraft wird erst während der Zugbelastung durch die Keilwirkung erzielt. Der Spanndruck stellt sich über die Verschiebung der Keile in einem konstanten Verhältnis zur Zugkraft ein. Dieser Probenhalter-Typ hat den Vorteil, dass sehr schnell und für den Bediener Kraft sparend geprüft werden kann.
Keil-Probenhalter mit diesem Funktionsprinzip bringen eine höhere Vorspannkraft beim Einspannen auf. Die Vorspannkraft auf die Probe wird mit einer Spindel über den Körper auf die Backen übertragen. Die Hauptspannkraft wird ebenfalls erst während der Zugbelastung durch die Keilwirkung erzielt. Dieser Probenhalter-Typ hat zwei Vorteile: Proben, die zum Rutschen neigen, werden von Anfang an fester geklemmt; die Einspannlänge bleibt konstant, auch wenn sich die Dicke von Probe zu Probe ändert. Darüber hinaus lässt sich die Dehngeschwindigkeitsregelung nach der ISO 6892-1 (2009) Methode A („closed loop“) und nach der ASTM E 8 (2009) Methode B präziser umsetzen.