Internal-Bond-Test (Z-Direction-Tensile Test)

Internal-Bond-Test (z-direction-tensile test)

An Materialien mit Mehrlagen-Aufbau (Duplex- oder beschichtete Papiere) wird die Haftfestigkeit der Lagen untereinander ermittelt. Sie bestimmt die Weiterverarbeitbarkeit beim Bedrucken oder nach dem Beschichten. Die Prüfung nach TAPPI T 541 beansprucht die Probe mit einer Kraft senkrecht zur Probenoberfläche. Um gerätetechnische Einflüsse auf das Lösen der Schichten zu vermeiden, muss die Kraft auch beim Versagen der Probe weiterhin senkrecht angreifen. Hohe Quersteifigkeit und absolute Parallelität der Probenhalter sind dazu erste Voraussetzung. Zwick Roell hat für diese Prüfung ein besonderes Konzept: Über Probenträger, die um 90° gekreuzt angeordnet sind werden mit einer Applikation 5 Einzelproben nacheinander geprüft.

 Die Probenträger sind auf Präzisions-Druckplatten montiert und entsprechend parallel, quer- und zugsteif. Probenapplikation: Eine Probe wird mit doppelseitigem Klebeband auf einen Probenträger geklebt. Der zweite Probenträger trägt als Gegenseite nur ein doppelseitiges Klebeband.

 Im Prüfablauf wird zunächst die Probe gegen den zweiten Probenträger verpresst. Pressdruck und Presszeit sind dabei frei einstellbar. Anschließend wird die Probe in weniger als einer halben Sekunde im Zugversuch getrennt. Messgröße ist die Zugfestigkeit, die auf die Probenfläche bezogen wird und so die Zugspannung ergibt. 
Die Prüfvorrichtung gibt es als manuelles Gerät oder als Halbautomat. In der Zeit, in der ein Probestreifen geprüft wird, kann ein zweiter Streifen bereits vorbereitet werden.

 Gegenüber dem Scott-bond-test, der ähnliche Papiereigenschaften ermittelt, ist die Messwertstreuung beim Internal Bond Test wesentlich kleiner. 
Weitere Prüfungen: Spaltfestigkeit nach DIN 54516 und Scott bond test nach TAPPI T 403. Bei diesen Tests wird die Probe einer Schälbeanspruchung ausgesetzt.

 Der Scott bond test wird mit einem Pendelschlagwerk durchgeführt. Er berücksichtigt daher zwar die üblichen hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten, ist aber aufgrund der inneren Energieverluste durch Reibung und Oszillationen deutlich weniger reproduzierbar.

Die Vorteile (TAPPI T 541): 

  • Probenapplikation beim teilautomatischen Gerät während der Prüfung möglich 
  • Anpressvorgang und Zugversuch in einem Arbeitsgang 
  • Anpressdruck und Presszeit variabel einstellbar 
  • Bei hochfesten Proben: auch Tests mit halber Prüffläche sind möglich 
  • Keine Energiemessung, daher zuverlässiger als Scott bond test

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Z-direction tensile test - Internal bond test - Z-Versuch - Zugversuch in der Blattebene

Z-direction tensile test - Internal bond test - Z-Versuch - Zugversuch in der Blattebene
Video 00:02:37
156_Z-Versuch.wmv (43 M)

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