Die Güte einer Wellpappenschachtel wird nicht nur durch die Steifigkeit des Materials in Längs- oder Querorientierung bestimmt.
Bei der Durchstoßprüfung nach DIN 53145-2 wird, bedingt durch den pyramidenförmigen Durchstoßkörper, der Werkstoff in allen Raumrichtungen belastet. Dabei treten kombinierte Zug-, Druck-, Biege- und Scherbelastungen auf. Ergebnis des Versuchs ist die Energieabsorption beim Durchstoßen des Materials. Das Prüfgerät für diesen Test ist ein Pendelschlagwerk oder eine Material-Prüfmaschine.
Messergebnis ist - wie beim Pendel - die Energie, die zum Durchstoßen aufgebracht wird.
Die Resultate von Material-Prüfmaschinen streuen allgemein wesentlich weniger als übliche Pendelmessungen. Die Korrelation zu Pendeln wurde in Zusammenarbeit mit dem wfp Institut für Wellpappenforschung und -prüfung zu 5 % (Standardabweichung) ermittelt.
Die Messgrößen Kraft und Weg werden beim Einsatz von Prüfmaschinen elektronisch erfasst. Ihr Messbereich ist wesentlich größer als der eines Pendels.
Theoretisch können Papiere mit einem Flächengewicht ab 80 g/m² bis zu Schwerwellpappe mit 17 mm Dicke und einer Energie von ca. 40 Joule ohne mechanische Umrüstung geprüft werden. Weiterer Pluspunkt: Nach dem Versuch zieht die Maschine die Pyramide ohne Probleme durch die Wellpappe wieder zurück. Ein Kragen wie beim Pendelschlagwerk ist nicht mehr erforderlich. All diese Eigenschaften machen den Versuch mit der Material-Prüfmaschine einfacher und sicherer.
Dank der Zusammenarbeit mit namhaften Industrieunternehmen und Instituten ist die nationale Normung für Deutschland abgeschlossen.
Eine ähnliche Methode, mit einem kugeligen Durchstoßkörper, ist für Tissues als Normentwurf vorhanden und bei Zwick Roell bereits realisiert.
Die Vorteile: