Zugversuch mit r- und n-Wert-Bestimmung

Zugversuche mit r- und n-Wert-Bestimmung

Insbesondere gute Umformbarkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit wird von Feinblechen häufig gefordert. Zur Charakterisierung von Umformeigenschaften
werden im Zugversuch die r- und n-Werte bestimmt; der n- Wert beschreibt die Verfestigung – Anstieg der Spannung – während der plastischen Verformung bis zur Gleichmaßdehnung, der r-Wert die senkrechte Anisotropie. Der n-Wert wird aus den Zugspannungsdaten und Dehnungswerten ermittelt, für den r-Wert wird die Breitenänderung der Zugprobe zusätzlich gemessen. Die Zugproben werden dem Feinblech so entnommen, dass sie in bestimmten Winkeln zur Walzrichtung liegen. Der r-Wert ist auch von der Walzrichtung abhängig. Die parallele Länge wird durch Fräsen oder Stanzen nebst Nachbearbeitung
hergestellt, bei Folien werden Streifen geschnitten. Für die Probenherstellung
bietet Zwick den Blechdicken entsprechend unterschiedliche Geräte und Maschinen an; im Fall des Fräsens arbeitet Zwick mit Partnern zusammen, um den Anforderungen nach normgerechten Probenkanten optimal nachzukommen.


Für die Ermittlung der Kennwerte aus dem Zugversuch bietet Zwick ein breites Spektrum von serienmäßigen Prüfsystemen an. Für Längen- und  reitenänderungsaufnehmer hat Zwick ein umfangreiches Portfolio, aus dem je nach Kundenwunsch und Rahmenbedingung die optimale Kombination gewählt werden kann: z.B. für formstabile Bleche ein Laserspeckle Längenänderungsaufnehmer vom Typ laserXtens in Kombination mit einem video-optischen Breitenänderungsaufnehmer. Diese Kombination ist in einem Gehäuse und System integriert und zeichnet sich durch hohe Robustheit, hohe
Messgenauigkeit und einfaches Handling aus. Der Bediener hat den Vorteil des einfacheren Probenwechsels, weil keine berührenden Elemente mehr in  Probennähe sind.