Zur Charakterisierung von Umformeigenschaften werden im Zugversuch häufig auch die r- und n-Werte bestimmt; der n-Wert beschreibt die Verfestigung – Anstieg der Spannung – während der plastischen Verformung bis zur Gleichmaßdehnung. Der r-Wert beschreibt die senkrechte Anisotropie. Der n-Wert wird aus den Zugspannungsdaten und Dehnungswerten ermittelt. Für den
r-Wert wird die Breitenänderung der Zugprobe zusätzlich gemessen. Die Zugproben werden dem Band oder Blech so entnommen, dass sie in bestimmten Winkeln zur Walzrichtung liegen.
Der r-Wert ist u.a. von der Walzrichtung abhängig. Die Blechdicke bleibt als Probendicke erhalten. Die parallele Länge wird durch Fräsen oder Stanzen nebst Nachbearbeitung hergestellt.
Für die Ermittlung der Kennwerte aus dem Zugversuch bietet Zwick ein breites Spektrum von serienmäßigen Prüfsystemen an, mit denen die Prüfungen unter großen Kräften sehr präzise durchgeführt werden können. Für Längen- und Breitenänderungsaufnehmer hat Zwick ein umfangreiches Portfolio, aus dem je nach Kundenwunsch und Rahmenbedingung die optimale Kombination gewählt werden kann: z.B. ein inkrementaler Längenänderungsaufnehmer vom Typ Makro in Kombination mit einem optischen Breitenaufnehmer. Diese Kombination zeichnet sich durch hohe Robustheit und einen hohen Automatisierungsgrad sowie einfaches Probenhandling aus. Beide Aufnehmer messen bis zum Bruch der Probe.