Ein weiterer Teilbereich der medizinischen Textilien beinhaltet die Infektionsprävention im ambulanten wie stationären Bereich. Mehrweg- oder Einweg-Textilien für OP-Mäntel und Abdecktücher sowie OP-Masken und Atemschutzmasken sollen die Infektionsprävention von Ärzten und Patienten sicherstellen. Mit der Normung EN 13795 und der EN 14863 respektive werden den Herstellern Richtlinien vorgegeben und erlaubt nun OP-Textilien unter gleichen Vorraussetzungen zu qualifizieren und somit den Bestimmungen des Medizinproduktegesetz (MPG) zu entsprechen.
Auch in diesem Bereich werden neue Funktionalitäten und Materialien eingesetzt, welche vor Markteinführung Zertifizierungen und innerhalb der Produktion Qualitätskontrollen unterliegen. Ein zentraler Bestandteil der EN 13795 sind die Testmethoden zur Messung der Produktmerkmale wie Reißfestigkeit von OP-Textilien im trockenen und nassen Zustand. Bei Zugversuchen in Quer- und Längsdehnung an einzelnen Materialien oder Nähten wird die Beanspruchung und Spannung simuliert, die während des Einsatzes auf ein Textil ausgeübt wird.