Schlagzähigkeit und Kerbschlagzähigkeit gehören zu den grundlegenden Eigenschaften von Kunststoffen. Sie werden in der Forschung wie auch in der Qualitätssicherung charakterisiert.
Im Jahr 2006 führte Zwick die ersten neuen Pendelschlagwerke der HIT-Serie ein. Mit diesen weiterentwickelten Prüfgeräten wurden entscheidende Verbesserungen bei der Kunststoffprüfung erreicht. An erster Stelle steht die Genauigkeit der Messergebnisse: Hier sind die Karbon Doppelstangenpendel zur Reduktion der Eigenschwingungen zu nennen. Durch die hohe Steifigkeit in der Schlagrichtung und eine starke Konzentration der Masse im Schlagpunkt konnten die Pendelhammer entscheidend verbessert werden. Ein zweites Augenmerk ist die Bediensicherheit: Eine automatische Pendelerkennung stellt sicher, dass die Messergebnisse rückverfolgbar sind, selbst wenn verschiedene Pendel benutzt werden. Weitere Pluspunkte sind die verrutschsicheren Werkzeugaufnahmen mit Schwalbenschwanzführungen sowie eine komfortable USB Schnittstelle für die Anbindung der testXpert® II Software. Zu den Weiterentwicklungen gehört auch eine neue motorisierte Pendelanhebung, die eine wichtige Voraussetzung für die automatisierte Schlagprüfung ist. Beispielhaft wurde an einem Pendelschlagwerk des Typs HIT5.5P eine Überprüfung zur Zulassung für "maßgebliche Versuche" durch das MPA-NRW erfolgreich durchgeführt.
Ende 2007 vervollständigte ein 5 Joule Pendelschlagwerk Typ HIT5P die Produktpalette. Dieses Gerät ist für die Charpy- und Schlagzugprüfung nach ISO-Normen entwickelt und unterscheidet sich von seinen größeren Brüdern durch die extrem kompakte Bauweise und durch die Verwendung kurzer Pendelhammer. Dabei verfügt das Gerät über die gleichen Vorteile wie die größeren Geräte. Auch hier werden die schwingungsvermeidenden Doppelstangen-Karbonpendel eingesetzt, und mit einer automatischen Pendelerkennung ist die Rückführbarkeit der Prüfergebnisse gewährleistet.
Somit stehen jetzt Pendelschlagwerke mit den Nenn-Schlagarbeiten 5 Joule (HIT5P), 25 Joule (HIT25P) und 50 Joule (HIT50P) in manuellen und motorisierten Varianten zur Verfügung. Diese Pendelschlagwerke werden für Schlagprüfungen nach den Verfahren Charpy, Izod, Schlagzug und Dynstat nach ISO, ASTM und DIN Normen eingesetzt.
Diese neuen Pendelschlagwerke waren nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in Asien sehr gefragt; einige Kunden bestellten gleich mehrere Pendelschlagwerke dieses Typs und brachten ihre Labors damit auf den neuesten Stand der Technik. Der Erfolg der Pendelschlagwerke drückt sich auch in den Verkaufszahlen aus, so dass das 100. Pendelschlagwerk kürzlich an die Hochschule Pforzheim ausgeliefert werden konnte.