Die Verwendung von Dehnungsmessstreifen in der Materialprüfung ist trotz modernster Längenänderungsaufnehmer nach wie vor hoch aktuell. Vor allem bei Verbundwerkstoffen werden diese Messkomponenten eingesetzt.
Das Messprinzip basiert dabei auf einer der Verformung proportionalen Widerstandsänderung eines Metalldrahtes. Mit Hilfe einer Wheatstoneschen Brückenschaltung lassen sich so Verformungen in einer Größenordnung von einem μm/m messen (1 μm/m = 0.0001%). Mit einer Zwick Materialprüfmaschine, die mit testControl und testXpert® II betrieben wird, gibt es mehrere Möglichkeiten solche Dehnungsmessstreifensignale zeitsynchron zu integrieren.
1. Direkte Anbindung an testControl
Über eine Vorschaltbox können verschieden Dehnungsmessstreifen (120Ω, 350 Ω, etc.) in unterschiedlicher Verschaltung (1/4- oder 1/2 –Brücke) direkt an die Mess-, Steuer- und Regelelektronik angeschlossen werden. Diese Lösung kommt bei wenigen Messstellen zum Einsatz. Neben der einfachen Anbindung ist vor allem die Möglichkeit zu erwähnen, dass die Materialprüfmaschine auf das Signal der Dehnungsmessstreifen geregelt werden kann.
2. Anbindung über HBM Messverstärker
Die von der Firma HBM angebotenen Messverstärker MGC+ und Spider bieten alle Möglichkeiten hochauflösend elektrische Signale (auch Dehnungsmessstreifen) zu messen. Über eine spezielle Schnittsteller werden diese Messverstärker an testXpert® II zeitsynchron angebunden. Über diese Variante lässt sich auf einfachste Weise ein Vielstellen-Messaufbau realisieren.
3. Anbindung über National Instruments Messverstärker
In der aktuellen testXpert® II V3.3 sind die Messverstärker NI USB-6009 und NI USB-6229 integriert. Diese 8 bzw. 16 analoge Kanäle umfassenden Messverstärker können ebenfalls zeitsynchron angebunden werden. Bei den vorgestellten Lösungen werden alle Signale zeitsynchron in testXpert® II erfasst und verarbeitet. Der Anwender muss sich nur mit einer einfachen, ihm vertrauten Softwareumgebung auseinandersetzten. Zwick bietet eine flexible, jeder Anwendung gerechte Lösung um elektrische Signale, speziell die von Dehnungsmessstreifen in Ihre Prüfergebnisse zu integrieren.
Bild: © Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. – Braunschweig