Die optische Dehnungsmessung gewinnt zunehmend an Bedeutung bei Zugversuchen an Metallen. Durch die Integration eines Laser-Speckle Längenänderungsaufnehmer in ein Roboter-Prüfsystem für Zugversuche, profitiert der Anwender von den Vorteilen beider Systeme – Automatisierung der Prüfung und optische Dehnungsmessung.
Das Prüfsystem besteht aus einer Zwick Prüfmaschine Z100 für Prüfkräfte bis Fmax 100 kN und einem 6-Achs Industrieroboter. Dieser Roboter führt vollautomatisch die Proben aus einem Magazin (Kapazität bis 250 Proben) in die Prüfmaschine. Zusätzlich wird der Querschnitt der Proben ebenfalls vollautomatisch gemessen. Die Vorteile des Roboter-Prüfsystem liegen, unter anderem, im hohen Probendurchsatz und in der hohen Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse (Ausschluss der subjektiver Einflüsse, wie Handtemperatur, außermittiges oder schräges Einlegen, usw.) Hieraus resultieren relativ niedrige Prüfkosten je Probe was zur Folge hat, dass sich ein Roboter-Prüfsystem innerhalb von ca. 2 Jahren amortisiert.
Diese Vorteile der Automatisierung kombiniert Zwick mit den Vorzügen der optischen Dehnungsmessung. Das Prüfsystem ist mit einem Zwick laserXtens ausgestattet. Der laserXtens benötigt keine Messmarken auf der Probe und ist immer dann unverzichtbar, wenn die Probe kritisch auf Messschneiden reagiert oder beim Probenbruch berührend messende Aufnehmer beschädigen würde. Mit einer Auflösung von 0,15 µm ist er die richtige Wahl, wenn sehr hohe Genauigkeiten bei kleinen Dehnungen verlangt werden. Der laserXtens eignet sich zudem für die Dehngeschwindigkeitsregelung gemäß DIN EN ISO 6892-1 (2009) Verfahren A („closed loop“).