Auffallend gut geprüft

Das Pellini Fallwerk zeichnet sich durch ein besonderes Sicherheitskonzept aus

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften werden ferritische Stähle für die unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt. Neben dem niedrigen Nickelgehalt und den besonderen magnetischen Eigenschaften spielen z.B. im Behälterbau die Sprödbruchneigung und das Rissauffangverhalten der Stähle eine Rolle. Diese beiden Eigenschaften werden im Fallgewichtsversuch nach W.S. Pellini untersucht.

Im Fallgewichtsversuch nach W.S. Pellini werden rechteckige Biegeproben mit einer frei fallenden Masse derart beansprucht, dass innerhalb einer vorgeschriebenen Gesamtdurchbiegung auf der Zugseite der Probe ein Sprödbruch ausgelöst wird. Dieser Sprödbruch wird durch eine auf dieser Seite aufgebrachte, gekerbte Schweißraupe - dem sog. Crack-Starter - ausgelöst. Die vorgeschriebene Durchbiegung wird durch geeignete Anschläge begrenzt.

Ermittelt wird, ob sich der vom künstlichen Crack-Starter ausgelöste Sprödbruch bis zu einer der beiden Seitenflächen der Probe ausbreitet oder ob er zuvor aufgefangen wird. Erreicht der Bruch eine oder beide Seitenflächen, gilt die Probe als gebrochen.

Diejenige Temperatur, bei der die Probe noch bricht während bei einer angegebenen höheren Temperatur zwei weitere Proben des gleichen Werkstoffes nicht mehr brechen, wird als die NDT-Temperatur bezeichnet und stellt einen Kennwert für das Rissauffangverhalten des Werkstoffes unter den Prüfbedingungen dar. Die NDT-Temperatur (engl. NIL-Ductility-Transition) wird zur Kennzeichnung der im nach W.S. Pellini benannten Fallgewichtsversuch ermittelten Übergangstemperatur für Rissauffangen verwendet.

Der Fallgewichtsversuch nach W.S.Pellini wird im Stahl-Eisen-Prüfblatt 1325 und in der ASTM E 208 der American Society for Testing and Materials beschrieben.

Vor diesem Hintergrund hat Zwick das Produktprogramm zur Prüfung von Metallen erweitert und zwei standardisierte Pellini Fallwerke von 550J (Typ P550) und 1630J (Typ P1630) eingeführt.

Das Fallwerk mit 550 Joule dient zur Prüfung von Pellini-Fallgewichtsversuchen an metallischen Werkstoffen der Probenabmessungen  P2, P3 und P4 .Die Fallhöhe ist stufenlos einstellbar (max 1000 mm). Die unterschiedlichen Werkzeuge für die beschriebenen Proben können einfach und schnell gewechselt werden.

Entsprechend der Norm werden die vorgegebenen Fallenergien durch einfaches Einsetzen der Fallgewichte erreicht. Die Fallenergie wird automatisch berechnet.

Wie auch die Zwick DWT Großfallwerke zeichnen sich die Pellini-Fallwerke durch ein besonders ausgeklügeltes Sicherheitskonzept aus, das im Prüfmodus keinen Zugriff in den Prüfraum erlaubt. Im Rahmen des Zwick-Baukastenkonzepts wird auch bei den Pellini-Fallwerken die bereits bewährte Steuerung der Großfallwerke eingesetzt.

Technische Daten des Zwick Pellini Fallwerks Typ P550:

- 550 Joule, zur Prüfung von „Pellini-Proben" nach ASTM-E 208 und SEP1325.
- Prüfung von P2, P3 und P4 Proben
- Max. Fallhöhe: 1000mm, stufenlos einstellbar
- Gesamthöhe ca. 2650 mm
- Fallgewicht: 34 kg - 56 kg
- Fallenergie: 340 J - 550 J
- Fallgeschwindigkeit max. 4,4 m/s
- Anschlussleistung 2 kW
- Druckluft 8 bar
- Gesamtgewicht 1000 kg
- Manuelle Probenzuführung
- Fallgewicht in Scheibengewichte aufgeteilt
- Fallgewichtmessung über Kraftaufnehmer
- Automatische Berechnung der Fallenergie
- Aufnehmen und Anheben des Fallgewichtes automatisch mit Seilwinde
- Schutztür mit Sicherheitsriegel
- Touch-Bedienpanel

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